Vorweg die ehrliche Einordnung: Unter 100 Euro bekommst du keine Drohne, die mit einer DJI Mini 4K mithalten kann. Was du bekommst, sind gute Lerndrohnen, Kinderdrohnen und Indoor-Spaß. Wer das weiß, kann in diesem Segment echte Schnäppchen machen – wer 4K-Videos erwartet, wird enttäuscht sein.
Was du unter 100 € realistisch bekommst
Drohnen dieser Preisklasse sparen an drei Stellen: kein GPS (die Drohne „hovert" nicht von selbst, du musst aktiv ausbalancieren), keine 3-Achsen-Gimbals (Videos werden nie wirklich ruhig) und oft keine app-basierte Flugplanung. Was meist vorhanden ist: HD-Kamera, Rückkehrfunktion per Knopfdruck, einfache Steuerung per Funk-Controller oder Smartphone.
Der wichtigste Punkt zum Gewicht: Alle hier vorgestellten Drohnen liegen unter 250 g – du brauchst also keinen Drohnenführerschein.
1. Ryze Tello (powered by DJI)
Die mit Abstand beste Drohne in dieser Preisklasse. DJI liefert die Flugsoftware, Ryze baut die Hardware – das Ergebnis: Sie fliegt sauber, reagiert präzise und ist so robust, dass Anfängerfehler fast immer verziehen werden. Bonus: über Scratch oder Python programmierbar.
- DJI-Flugsoftware – ungewöhnlich stabil für die Preisklasse
- Indoor-tauglich, Propellerschutz im Lieferumfang
- Programmierbar (Scratch, Python) – ideal für Schüler
2. Eachine E58 Pro
Das meistverkaufte „DJI-Lookalike". Faltbare Arme, App-Steuerung per Smartphone und optischer Bodenfluss-Sensor für stabiles Hovern. Qualität schwankt je nach Charge – bei uns lief das Testmodell problemlos.
- Faltbares Design – passt in jede Tasche
- Optischer Flow-Sensor (Hover-Funktion)
- Sehr lange Flugzeit für den Preis
3. Holy Stone HS170 Predator
Eine reine Spaß-Drohne ohne Kamera – und genau das macht sie gut. Winzig, wendig, robust. Perfekt, um das Fliegen zu lernen, bevor du viel Geld in eine bessere Drohne investierst.
- Ultra-klein, indoor problemlos zu fliegen
- Headless-Modus für Anfänger
- Sehr günstig als Zweit-Drohne
4. Potensic A20
Die Mini-Drohne speziell für Kinder ab 8 Jahren. Klein, extrem leicht, praktisch unzerstörbar. Drei Geschwindigkeitsstufen wachsen mit den Fähigkeiten mit. Ideales Einstiegs-Geschenk.
- Drei Speed-Modi (für Anfänger bis Fortgeschrittene)
- Praktisch unzerstörbar
- Ein-Knopf-Start/Landung
Wann sich eine teurere Drohne lohnt
Wenn du von Anfang an schöne Videos und Fotos machen willst, spar lieber 200 Euro länger und greif direkt zur DJI Mini 4K (~300 €) oder Potensic Atom (~230 €). Alle Modelle in dieser Klasse haben echte Gimbals, GPS und Sicherheitsfeatures, die in 100-Euro-Drohnen fehlen.
Häufige Fragen
Gibt es gute Drohnen unter 100 Euro?
Ja, gerade für Einsteiger. Die Ryze Tello (~99 €) ist die beste Wahl – DJI-Technologie in klein, ideal zum Üben. Für reines Spielen reichen auch Modelle ab 40 € wie die Potensic A20.
Haben Drohnen unter 100 Euro eine Kamera?
Meistens ja, allerdings mit eingeschränkter Qualität. In diesem Preissegment typisch: 720p oder HD-Auflösung ohne Gimbal-Stabilisierung. Für hochwertige Videos sind 250–300 € das realistische Minimum.
Sind Billig-Drohnen sicher?
Unter 100 € haben die Drohnen meist kein GPS und keine Hinderniserkennung – sie sind eher Indoor- oder Lerndrohnen. Für Outdoor-Flüge sollte man sie bei ruhigem Wetter und in offenem Gelände fliegen.
Brauche ich für eine Drohne unter 100 € einen Führerschein?
Nein – alle hier vorgestellten Modelle wiegen unter 250 g. Ein Kompetenznachweis A1/A3 ist damit nicht erforderlich. Die Versicherungspflicht gilt aber trotzdem.
Für die meisten Einsteiger ist die Ryze Tello die richtige Wahl: knapp unter der 100-Euro-Grenze, aber qualitativ eher bei den 150-Euro-Modellen. Wer die Drohne als Spielzeug sieht und Budget-bewusst ist, fährt mit der Potensic A20 für 39 € erstaunlich gut.