Vorab die gute Nachricht: In den meisten Fällen reicht der kleine Drohnenführerschein (A1/A3), er ist komplett digital und kostet dich außer etwas Lesezeit nichts.

Wer braucht einen Drohnenführerschein?

Die Regel ist simpel: Ab einem Startgewicht von 250 g brauchst du in Deutschland den EU-Kompetenznachweis A1/A3. Das gilt unabhängig davon, ob du die Drohne privat oder gewerblich einsetzt.

Darunter – also bei Drohnen wie der DJI Mini 4K mit ihren exakt 249 g – ist kein Führerschein nötig. Die Hersteller bauen nicht zufällig genau unter dieses Limit.

Gut zu wissen: Die Registrierung als Drohnenbetreiber (20 € beim LBA) ist schon bei Drohnen mit Kamera Pflicht – egal wie schwer. Die Haftpflichtversicherung ebenfalls.

Die drei Klassen: A1, A2 und A3

Die EU-Verordnung unterscheidet drei Unterkategorien der offenen Kategorie (für Hobbyflüge der Alltag):

A1 – Flüge nahe an Menschen

Leichte Drohnen unter 250 g bzw. mit C0/C1-Klassifizierung. Du darfst nahe an einzelnen Personen fliegen, aber nicht über Menschenansammlungen. Für die meisten Einsteiger-Drohnen relevant.

A2 – Fliegen in der Stadt

Drohnen zwischen 250 g und 4 kg (C2-Klassifizierung). Hier brauchst du den „großen“ Drohnenführerschein – mit Theorie-Selbststudium und einer kostenpflichtigen Prüfung beim LBA.

A3 – Abseits von Menschen

Drohnen bis 25 kg, aber nur in Gebieten ohne Menschen (mind. 150 m Abstand zu Wohngebieten). Für die meisten Hobbypiloten mit leichten Drohnen ist der kombinierte A1/A3-Schein absolut ausreichend.

In 4 Schritten zum Kompetenznachweis A1/A3

1. Beim Luftfahrt-Bundesamt registrieren

Du legst im Online-Portal des LBA (lba-openuav.de) einen Betreiberaccount an und zahlst die einmalige Gebühr von 20 €. Nach ein paar Minuten erhältst du deine eID (e-Identifikationsnummer), die du an deine Drohne kleben musst.

2. Online-Kurs durcharbeiten

Der Kurs ist kostenlos, in deutscher Sprache und behandelt Flugregeln, Luftraumstruktur, Wetter, Sicherheit und Rechtliches. Reine Lesezeit: etwa 30 Minuten. Keine Videos, keine Anwesenheitspflicht – du kannst jederzeit pausieren und später fortsetzen.

3. Die Online-Prüfung ablegen

40 Multiple-Choice-Fragen, insgesamt 40 Minuten Zeit, 75 % Bestehensgrenze. Du kannst die Prüfung beliebig oft wiederholen – kostenlos. Die Fragen sind machbar, wenn du den Kurs gelesen hast.

4. Zertifikat herunterladen

Nach bestandener Prüfung lädst du das PDF-Zertifikat herunter. Das ist dein Drohnenführerschein. Beim Fliegen musst du ihn digital oder ausgedruckt mitführen – ähnlich wie den Autoführerschein.

Was kostet der Drohnenführerschein?

  • A1/A3 (der „kleine“ Drohnenführerschein): kostenlos – du zahlst nur die einmalige Betreiberregistrierung beim LBA (20 €, 5 Jahre gültig).
  • A2 (der „große“ Drohnenführerschein): 25–80 € bei anerkannten Prüfstellen (z. B. TÜV, DEKRA, DMFV).
  • Drohnenversicherung: ab ca. 40 € pro Jahr, verpflichtend für alle Drohnen.

Häufige Fragen

Brauche ich einen Drohnenführerschein?

Für Drohnen ab 250 g ist der EU-Kompetenznachweis A1/A3 in Deutschland verpflichtend. Für leichtere Drohnen (z. B. DJI Mini 4K mit 249 g) ist er nicht erforderlich.

Was kostet der Drohnenführerschein?

Der EU-Kompetenznachweis A1/A3 ist beim Luftfahrt-Bundesamt kostenlos. Nur die einmalige Registrierung als Drohnenbetreiber kostet 20 € und gilt 5 Jahre.

Wie lange ist der Drohnenführerschein gültig?

Der Kompetenznachweis A1/A3 ist 5 Jahre gültig und muss danach erneuert werden – wieder kostenlos online.

Ab welchem Alter darf man eine Drohne fliegen?

Das Mindestalter für Fernpiloten in der offenen Kategorie liegt bei 16 Jahren. Unter Aufsicht eines volljährigen Fernpiloten mit Kompetenznachweis dürfen auch jüngere Piloten fliegen.

Was passiert ohne Drohnenführerschein?

Bei Kontrollen oder Zwischenfällen drohen Bußgelder bis zu 50.000 €. Deine Haftpflichtversicherung kann im Schadensfall die Leistung verweigern, wenn du ohne die vorgeschriebene Qualifikation geflogen bist.

Tipp: Willst du dir das komplett sparen? Dann kauf dir eine Drohne unter 250 g. In unserer Kaufberatung 2026 findest du die aktuell besten Modelle – allen voran die DJI Mini 4K.